#NeustartBildungJetzt fand vor knapp drei Jahren als ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft zusammen.
Von einem Appell für einen echten Nationalen Bildungsgipfel ausgehend, entwickelte sich ein ambitionierter partizipativer Prozess. Die Intention war, einen langfristig angelegten „Bildungsdialog für Deutschland“ zwischen Politik und Zivilgesellschaft unter Einbeziehung von Wissenschaft und Bildungspraxis zu initiieren.
Damit sollte ein gemeinsames Zielbild und ein gesellschaftlicher Konsens zu zentralen bildungspolitischen Fragestellungen gefördert werden. Es folgten eine intensive Konzeptionsphase, umfangreiche Abstimmungen im und über das Bündnis hinaus sowie Gespräche mit bildungspolitischen Akteur:innen auf Länder- und Bundesebene.
Die Entwicklung des Konzepts hat wertvolle Verständigungsprozesse angestoßen und gezeigt, wie fokussiert und verbindend die Zusammenarbeit in einem heterogenen Kreis zivilgesellschaftlicher Akteure sein kann. Die Vielfalt der Perspektiven hat die inhaltliche Qualität des Austauschs gestärkt sowie neue Kontakte, Kooperationen und gemeinsame Lernprozesse ermöglicht.
Alle Akteure haben intensiv daran gearbeitet, den Dialogprozess zu ermöglichen und Hoffnung geschöpft, dem Thema Bildung den gesellschaftlichen Stellenwert verleihen zu können, den es verdient. Auch wenn sich die Bildungsministerkonferenz nach Veröffentlichung des Konzepts für den Bildungsdialog zunächst grundsätzlich positiv zur Idee geäußert hat, konnte in weiteren Beratungen keine konkrete Verabredung erzielt werden.
Daher hat das Bündnis #NeustartBildungJetzt entschieden, das Projekt vorerst nicht weiterzuverfolgen. Unter den gegebenen Umständen ist ein „Bildungsdialog für Deutschland“ nicht tragfähig. Die mit ihm verbundenen Ziele bleiben gleichwohl weiterhin gültig. Gute Beispiele – gerade aus den erfolgreichsten Bildungssystemen der Welt – zeigen, wie wichtig eine gesamtgesellschaftliche Verständigung auf gemeinsame Bildungsziele mittels eines breit angelegten Dialogprozesses ist.
Zentrale Herausforderungen im Bildungsbereich erfordern langfristig einen inklusiven, strukturierten Austausch zwischen Politik, Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Es bleibt die Überzeugung, dass Bildung auch in Deutschland eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist, die einen offenen und verbindlichen Dialog braucht.
Die Initiator:innen und Unterstützer:innen des „Bildungsdialogs für Deutschland“ strecken daher weiterhin ihre Hand aus: Sollten die Rahmenbedingungen für eine Beteiligung seitens der Politik in Zukunft gegeben sein, stehen wir als Bündnis bereit, einen neuen Anlauf zu starten. Wir bleiben engagiert, der Sache verpflichtet und handlungsfähig.






